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Testverfahren

Einbruchtests

Tresore und Tresorräume werden unabhängigen Tests unterzogen, bei denen ihnen ein Zertifikat für Einbruchsicherheit einer bestimmten Stufe ausgestellt wird. Der Einbruchschutz wird in Graden von 0 bis VI für Tresore und bis XII für Tresorräume angegeben.

Dieses Klassifizierungssystem ist vor allem aus Versicherungsgründen wichtig, da der Inhalt eines Tresors nur dann auf den korrekten Wert versichert ist, wenn der Tresor über den entsprechenden Widerstandsgrad verfügt.

Um den Widerstandsgrad eines Tresors zu bestimmen, muss er von einem anerkannten Institut getestet werden. Dabei werden verschiedene Faktoren, einschließlich der Größe und Effizienz der benutzten Werkzeuge, der aufgewendeten Zeit und der Geschicklichkeit, mit der bei dem Einbruchsversuch vorgegangen wird, berücksichtigt.
 
 

Feuerschutztests

Feuerfeste Tresore werden extrem strengen Feuerschutztests unterzogen, um zu gewährleisten, dass sie Ihre Dokumente oder digitalen Medien im Brandfall adäquat schützen.

 

FEUERWIDERSTANDSPRÜFUNG

Bei der Feuerwiderstandsprüfung werden die sengenden Temperaturen eines realen Bürobrands simuliert, indem der Tresor in einem Brandofen auf Temperaturen von etwa 1000˚C aufgeheizt wird.

In einem realen Brandfall muss der Inhalt eines Tresors aber nicht nur das Feuer selbst unversehrt überstehen, sondern auch die darauffolgende Phase, in der das Feuer bereits gelöscht, die Umgebungstemperatur aber immer noch hoch genug ist, um die Dokumente oder digitalen Medien im Inneren des Tresors zu beschädigen. Daher schließt die Prüfung auch eine “Abkühlphase” von mehreren Stunden mit ein. Nur wenn der Inhalt des Tresors auch während dieser Phase geschützt bleibt, hat der Tresor den Test bestanden.

 
FEUERSTOSSPRÜFUN
Nicht nur die hohen Temperaturen stellen im Brandfall eine Gefahr dar – würde Ihr Tresor auch einen mehrere Stockwerke tiefen Sturz in ein loderndes Feuer überstehen? Dies ist aufgrund der Bauschäden, die Gebäudebrände verursachen können, sehr wahrscheinlich. Daher werden Tresore auch einer Feuerstoßprüfung unterzogen, die zeigt, ob ihr Inhalt auch im Falle eines schwerwiegenden Gebäudebrands geschützt bleibt.

 

Widerstandsprüfungen gegen manuelle Angriffe

Diese Tests bestimmen den Widerstand von Sicherheitstüren gemäß EN 1627 (für Fenster, Türen und Rollläden) und EN 356 (für Sicherheitsglas).

Die EN-Norm 1627 bestimmt 3 Widerstandsprüfungen:

  • Statische Belastungsprüfung (gemäß EN 1628)
  • Dynamische Belastungsprüfung (gemäß EN 1629)
  • Widerstandsprüfung gegen manuelle Angriffe (gemäß EN 1630). EN 1630 unterscheidet 6 Klassifizierungsstufen je nach benutztem Werkzeug (Bohrgeräte, elektrische Werkzeuge) und Widerstandsdauer.
Die EN-Norm 356 bestimmt 8 Widerstandsgrade gegen Vandalismus oder manuelle Angriffe (von P1A bis P5A und von P6B bis P8B).

 

Schusstests

Hier gibt es zwei Hauptstandards:

Die EN-Norm 1522 für Fenster, Türen, Rollläden und Blenden unterscheidet 7 Widerstandsstufen gegen Angriffe mit Pistolen, Gewehren, Sturmgewehren (von FB1 bis FB7) und Schrotflinten (FSG).

Die EN-Norm 1963 für Sicherheitsglas unterscheidet 7 Widerstandsgrade gegen Angriffe mit Pistolen und mit Pistolen und Gewehren (von BR1 bis BR7) sowie 2 Widerstandsstufen gegen Angriffe mit Schrotflinten (SG1 und SG2).

Der Buchstabe “S” am Ende der Stufenbezeichnung bedeutet, dass die Verglasung den Projektionstest nicht bestanden hat (gesplittert). „NS“ am Ende bedeutet, dass  sie den Test bestanden hat (nicht gesplittert).

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